Übergänge schaffen, Neues entdecken

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Der 25. NAHT-Marktplatz der Möglichkeiten am 6. Oktober 2026 in der Barner 16 zeigte: Tagesförderung ist gelebte Vielfalt und eröffnet neue Wege.

„Übergänge schaffen!“ – unter diesem Motto stand der 25. Marktplatz der Möglichkeiten am 6. Oktober 2026. Übergänge gab es zahlreiche in der Barner 16, dem diesjährigen Veranstaltungsort. Die Übergänge waren barrierefrei, zu den Toiletten, zu den zahlreichen Ständen der im Netzwerk NAHT beteiligten Akteure mit ihren tollen Produkten und Angeboten – und in den idyllischen Garten, der zum Verweilen und Entspannen einlud. Denn die Barner 16 platzte aus allen Nähten, ab 10 Uhr war die Halle schlagartig mit Menschen gefüllt. 

Der Marktplatz der Möglichkeiten, das jährliche Highlight von NAHT – des Netzwerks aus Anbietern der Hamburger Tagesförderung –, ist längst eine Institution. „Viele Menschen mit und ohne Behinderung sind heute gekommen, um Dinge auszuprobieren, Dinge mitzumachen, Dinge anzuschauen, Ideen und Anregungen mitzunehmen und selber umzusetzen“, freute sich Mathias Westecker, Bereichsleitung Unterstütztes Arbeiten bei Leben mit Behinderung Hamburg, bei der Begrüßung.

Viele Wege, viele Möglichkeiten

Die Besucher*innen konnten sich überzeugen, wie vielfältig die Angebote der Tagesförderung sind – und was entstehen kann, wenn Menschen Ideen entwickeln und ihre eigenen Wege gehen: handgefertigte Unikate wie Kerzen, bedruckte Textilien, Postkarten, Kalender, Kirchkernkissen oder Vogelhäuser waren ebenso zu entdecken wie Filmproduktionen, Bildungsangebote und Konzepte der mobilen Tagesförderung wie Auf Achse.

Dabei ging es nicht nur um Produkte und Angebote, sondern um die Frage, wie Übergänge im Leben gelingen können. Von der Kita in die Schule, von der Schule in die Arbeitswelt oder später in den Ruhestand: Übergänge eröffnen neue Möglichkeiten, können aber auch Unsicherheit mit sich bringen. „Welchen Weg soll ich gehen? Gibt es nur einen Weg?“, fragte Prof. Iris Beck von der Universität Hamburg in ihrer Rede. Veränderungen seien immer auch mit neuen Anforderungen verbunden, machte Iris Beck deutlich. Wer einen vertrauten Weg verlasse, könne sich fühlen, „als müsse man einen Berg erklimmen, weiß aber nicht, wo der Gipfel ist.“ Umso wichtiger sei Unterstützung: „Man muss den neuen Weg nicht alleine gehen.“

Ausprobieren, anschauen, Ideen mitnehmen

Genau dafür bot der Marktplatz zahlreiche Anknüpfungspunkte: Besucher*innen konnten neue Aktivitäten kennenlernen, Dinge selbst ausprobieren, miteinander ins Gespräch kommen und Ideen für die eigene Arbeit mitnehmen. Zum Beispiel war die mobile Tagesförderung „In Betrieb“ von Leben mit Behinderung Hamburg für einige Besucher*innen noch neu. An ihrem Stand erklärten Mitarbeiter*innen, was hinter dem Konzept steckt und wie „In Betrieb“ Menschen dabei unterstützen kann, ihren eigenen Weg zu gehen. Ein kleines Mitmach-Quiz lud dazu ein, das Konzept spielerisch kennenzulernen. Dort gab es auch einen Film über den DUOday von 2025 zu sehen, wie Menschen ohne Behinderung einen Tag lang Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag begleiten und dabei neue Erfahrungen sammeln. 

Iris Beck würdigte in ihrer Rede zugleich die wichtige Arbeit der Beschäftigten in der Tagesförderung und ihrer Assistenzen. Tagesförderstätten dürften keine Sackgassen sein, sondern Orte, an denen Vielfalt gelebt werde. Personenzentrierung und Sozialraumorientierung seien dabei anspruchsvoll, eröffneten aber große Chancen für bessere Lebenschancen und mehr gesellschaftliche Teilhabe. Ihr Appell an alle: „Seien Sie stolz auf Ihre Arbeit und seien Sie stolz auf den Wert Ihrer Arbeit für die Gesellschaft.“

Der NAHT-Markt im kommenden Jahr findet am 2. September 2027 in den Räumlichkeiten der Bahrenfelder Trabrennbahn statt.

Zu NAHT gehören folgende Träger: Fördern & Wohnen, Stiftung Anscharhöhe, Das Rauhe Haus, WFE GGmbH, alsterdorf assistenz west, alsterarbeit, alsterdorf assistenz ost, Arche Nova, HLW Leben und Wohnen und Leben mit Behinderung Hamburg

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Vogelperspektive auf Besucher*innen des NAHT-Markts