Neues Jahr, neue Impulse

| Offene Kinder- und Jugendarbeit

Zum Jahresbeginn ist im Projekt „Zusammen wachsen - Offene Kinder und Jugendarbeit für alle!“ viel Bewegung entstanden: Mit unserem Kooperationspartner dem Juca Lurup sind wir in die zweite Phase „Einrichtungssituation analysieren“ gestartet. Auf Basis des Index für Inklusion betrachten wir das Juca Lurup aus verschiedenen Blickwinkeln, um herauszufinden, wie offen Strukturen, Haltungen und Praktiken bereits sind.

Dabei beziehen wir viele Perspektiven ein – von Fachkräften, Nutzer*innen und jungen Menschen mit Behinderungen bis hin zu Angehörigen und weiteren Personen aus dem Sozialraum. Zentrale Fragen sind dabei:

 

- Wie inklusiv wird das Juca aktuell wahrgenommen?

- Welche Barrieren gibt es noch?

- Und welches Wissen zu Inklusion und zur Zielgruppe ist bereits vorhanden?

Erste Ergebnisse aus der Mitarbeitendenbefragung

Ein wichtiger Bestandteil der Analyse ist die Befragung des Juca-Teams, das 83 Aussagen entlang der drei Dimensionen des Index für Inklusion bewertet hat. Die Ergebnisse spiegeln eine differenzierte Selbsteinschätzung wider und helfen, Stärken und Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen. Zudem dient der Index als Messinstrument, um Fortschritte im Verlauf der Kooperation abzubilden.

Konzepttage im Zeichen von Beteiligung und agiler Projektplanung

Den Auftakt der zweiten Projektphase bildeten zwei intensive Konzepttage Ende Januar. Beim ersten Workshop führte Birte Wenke von der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung in das Thema Beteiligung ein. Ihr Input zu Kinderrechten, Beteiligungsformen und Gelingensfaktoren regte viele Diskussionen und Reflexionen an. Das Team erkannte: Beteiligung findet bereits statt, etwa bei der Raumgestaltung oder Essensplanung – soll künftig aber stärker strukturell und methodisch verankert werden.
Am Nachmittag folgte die Praxis: In Kleingruppen wurden zwölf mögliche Beteiligungsformate – von Befragung über Zukunftswerkstatt bis Jugendrat – diskutiert und bewertet. 

Der zweite Konzepttag stand im Zeichen der strategischen Planung und gemeinsamen Reflexion. Dafür blickten wir zunächst in einer Kanban-Retrospektive auf die bisherige Nutzung unseres Boards zurück. Dabei sammelten wir Erfahrungen, was bisher gut funktioniert hat, wo Hürden lagen und wie wir die Nutzung künftig strukturierter und verbindlicher gestalten wollen. Anschließend konkretisierten wir gemeinsam die Ziele der neuen Projektphase, wählten erste geeignete Beteiligungsformate aus und leiteten Aufgaben und Zuständigkeiten daraus ab. Dank der gemeinsamen Planung entlang eines Zeitstrahls, der Berücksichtigung von Ressoucen und individuellen Stärken und Interessen erhoffen wir uns eine möglichst Einrichtungs- und Mitarbeitendenzentrierte Ausgestaltung der zweiten Projektphase.

Besuch der Schule Hirtenweg

Ein Highlight im Februar war der Besuch einer Klasse der Schule Hirtenweg. Sechs Schülerinnen sowie vier Lehr- und Betreuungspersonen der Hamburger Förderschule erkundeten die Räume vor der Öffnungszeit und testeten die Angebote und gaben im Anschluss wertvolles Feedback. 
Die Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus - vier Schüler*innen möchten gerne wiederkommen. Eine kleine, aber zentrale Erkenntnis: Die Türschwelle am Eingang wurde als Barriere wahrgenommen. In den kommenden Monaten wollen wir noch genauer untersuchen, welche weiteren Barrieren es gibt – sei es beim Zugang oder während eines regulären Besuchs und diese Schritt für Schritt abbauen.

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Umfrage-Zettel für die Besucher_innen im Juca Lurup